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Wir haben einen Jubiläumskönig

Frank I. Tendahl regiert

Der Hauptmann schwingt das Zepter

 
Drensteinfurt -

In einem packenden Finale sicherte sich Hauptmann Frank Tendahl am Freitagabend die Jubiläumskönigswürde der Drensteinfurter Bürgerschützen.

Frank Tendahl regiert

Unter dem Jubel Tausender Schaulustiger sicherte sich Hauptmann Frank Tendahl am Freitagabend um exakt 22.33 Uhr mit dem 268. Schuss die Königswürde. Foto: Dietmar Jeschke

Als der „Ruhrpottadler“ um exakt 22.33 Uhr von der Stange fiel, kannte der Jubel keine Grenzen. Denn dass es Frank Tendahl war, der am Ende mit dem 268. Schuss das „Rennen“ machen sollte, war trotz „Ansage“ alles andere als selbstverständlich.

 

Im Finale des Kampfes um die Jubiläumskönigswürde hatte es der Hauptmann der Bürgerschützen mit nicht weniger als drei weiteren hartnäckigen Titel-Aspiranten zu tun. Gut eine Stunde lang gaben sich Tendahl, der langjährige Schellenbaumträger Bernd Bußmann sowie Ralf Popil und Frank van Elten die Flinte in die Hand, bis der Wettstreit entschieden war – und der Schlosspark bebte.

Tausende Besucher hatten zuvor nicht nur das in diesem Jahr auf den Freitagabend vorgezogene Vogelschießen verfolgt. Schon das Antreten auf dem Marktplatz nach der Schützenmesse war in dieser Form ein wohl einmaliges Erlebnis. Hunderte Schaulustige drängten sich bereits auf den Zufahrtsstraßen, um das von Landsknechten, Musikzügen und nicht zuletzt von der befreundeten Blaskapelle aus Roßhaupten begleitete Spektakel zum 425-jährigen Vereinsbestehen zu verfolgen. Und dann war da natürlich noch der Besuch aus der künftigen französischen Partnerstadt Ingré, der nicht nur am Antreten, sondern auch bei der anschließenden Kranzniederlegung am Ehrenmal teilnahm.

Doch zuvor war es an Spieß Herbert Reher und Stabsunteroffizier Thorsten Tegtmeier, ein wenig Ordnung in die Reihen zu bringen. Und dabei ließen sich die Kompanieführer auch nicht vom Linienbus aus der Ruhe bringen, der sich pünktlich zum Antreten seinen Weg durch die in der „guten Stube“ versammelten Menschenmassen bahnen musste. An der Alten Post wartete schließlich Josef Reher auf die Schützen. Und damit auf seinen letzten großen Auftritt als Regent des Jahres 2017, in dem er die Königswürde mit nur einem einzigen – aber dafür passend gesetzten – Schuss errungen hatte.

Als es schließlich so weit war und Tendahl die letzten Holzfetzen aus dem Kugelfang gefegt hatte, ging die Party im – und angesichts des optimalen Schützenwetters vor allem vor dem – eigens aufgebauten Mammut-Zelt erst so richtig ab. Kein Wunder, denn bis es am Samstag weitergehen sollte, bestand durchaus Gelegenheit, den einen oder anderen „Kater“ auszukurieren.

Nach dem Platzkonzert von Spielmannszug und Roßhauptener Blaskapelle vor der Alten Post stand am zweiten Festtag für den neuen Hofstaat um König Frank und Königin Martina gleich ein Gala-Auftritt auf dem Programm. Nicht weniger als 15 Gastvereine hatten die „Bürger“ anlässlich ihres 425-jährigen Bestehens zum Festumzug eingeladen. Und die sorgten dafür, dass der Schlosspark bereits am frühen Nachmittag aus den sprichwörtlichen Nähten platzte. Mit dem Frühschoppen ging das Schützenfest gestern zu Ende.

Quelle: WN Online vom 16.06.2018