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Wir haben einen Jubiläumskaiser

 

JubiKaiser 01

 
 

Drensteinfurt/Davensberg -

Das Schützenfest kann kommen. Denn ihren Jubiläumskaiser haben die Bürgerschützen „St. Johannes“ nun gefunden. Beim Pokalschießen im Gasthaus Eickholt in Davensberg setzte sich Hermann Weber sen., König von 2011, gegen 22 andere Titelanwärter in einem spannenden Wettkampf durch.


Der erste Vorsitzende Theo Scharbaum (li.) gratulierte zusammen mit Oberst Hugo Billermann (2.v.li) und Adjutant Reinhard Heinze (re.) den Siegern der drei Wettbewerbe Ingrid Weber, Hermann Weber sen. und Andreas Schröter. Foto: Simon Beckmann
 

Dass 2018 für die Bürgerschützen „St. Johannes“ kein gewöhnliches Jahr ist, sollte mittlerweile auch der letzte Drensteinfurter mitbekommen haben. Dass im Juni in Stewwert ein 425-jähriges Jubiläum ansteht, haben am Samstag aber auch die Davensberger erfahren. Denn mit zwei Bussen und einigen Autos machten sich die Schützen auf den Weg zur Gaststätte Eickholt, um ihr Pokalschießen auszutragen.

„Ihr alle habt durch eure Regentschaft zum Fortbestand unseres geliebten Schützenvereins maßgeblich beigetragen und diesen geprägt“, dankte Vorsitzender Theo Scharbaum zu Beginn den anwesenden Majestäten und Königinnen. „Unser Verein lebt – das ist tagtäglich zu spüren. Und das ist auch euer Verdienst.“

Bei herrlichem Wetter war es am Ende Hermann Weber sen., der mit dem 204. Schuss das hölzerne Federvieh bezwingen konnte und sich nun Jubiläumskaiser nennen darf. Der König aus dem Jahr 2011 lieferte sich mit insgesamt 22 anderen Kaiseranwärtern einen spannenden Wettkampf. So dauerte es auch nicht lange, bis die ersten Insignien fielen. Das Zepter holte Bernhard Frohne mit dem 19. Schuss von der Stange, Reinhard Heinze sicherte sich sowohl die Krone (25. Schuss), als auch den Apfel (45. Schuss). Der Jubiläumskaiserorden wird während der Generalversammlung am Samstag, 12. Mai, übergeben.

Aber nicht nur Hermann Weber sen. stellte seine Schießkünste unter Beweis. Seine Frau Ingrid zeigte, dass sie mindestens genauso treffsicher ist. Schließlich setzte sie sich beim Königinnen-Wettbewerb, der zum ersten Mal durchgeführt wurde, am Ende mit 35 Ringen durch und verwies die 16 anderen Regentinnen in die Schranken. Zweite wurde Ute Engels mit 34 Ringen, gefolgt von Brigitte Reher mit 32 Ringen.

Beim Schießen der Fahnenabordnung – erstmals nahmen hier auch ehemalige Fahnenoffiziere teil – ging es genauso spannend zu. Bei diesem Wettbewerb hatte Andreas Schröter die Nase vorn. Er gewann im Stechen mit acht Ringen gegen Pascals Engels (sechs Ringe). Beide hatten zuvor in ihren normalen Durchgängen 44 Ringe erzielt. Dritter wurde Uwe Lenz mit 38 Ringen.

Das Pokalschießen des Vorstandes wurde aus Zeitmangel nicht mehr ausgetragen. Dieser Wettbewerb soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.