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Hans van Doorn regiert

 
Drensteinfurt -

Ein packendes Finale an der Vogelstange erlebten am Samstagnachmittag die Besucher im Drensteinfurter Schlosspark. Um 17.07 Uhr war das Rennen um die Königswürde dann endlich entschieden: Mit dem 268. Schuss holte Hans van Doorn die letzten Reste des hölzernen Federviehs aus dem Kugelfang.

Fest der Drensteinfurter Buergerschuetzen Hans van Doorn regiert von Simon BeckmannFoto: Simon Beckmann

 

Die Spannung war für die zahlreichen Zuschauer zum Greifen nah. Bis nach dem 268. Schuss um 17.07 Uhr endlich lauter Jubel ausbrach: Die Bürgerschützen hatten mit Hans van Doorn einen neuen Regenten. Und der ließ sich nach seinem Königsschuss ordentlich feiern. Zu seiner Königin erkor sich der gebürtige Niederländer seine Ehefrau Mariel.

Vorausgegangen war ein hochspannendes Duell zwischen Michael Stephan und van Doorn. Beide Anwärter legten zielsicher an und drehten das hölzerne Federvieh mit dem Namen „Goldfasan“ ein ums andere Mal. Nur logisch, dass des Öfteren ein lautes Raunen durch die Menge im Schlosspark schallte. Als der Schützenvogel dann buchstäblich nur noch am seidenen Faden hing, war es van Doorn, der dem Wettkampf mit dem finalen Schuss ein Ende setzte.

Eröffnet wurde das Schießen durch den zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Regenten, Frank Tendahl . Danach wurden die Insignien verteilt. Holger Notz sicherte sich mit dem 165. Schuss die Krone. Tim Vögeling durfte nach dem 184. Schuss das Zepter sein Eigen nennen. Der Apfel fiel nach dem 215. Schuss durch Peter Saphörster zu Boden. Das Fass ging nach dem 218. Schuss an Mike Petersen.

Gestartet war das Schützenfest traditionell am Freitagabend mit der Schützenmesse in der Reginakirche. „Die Straßen in Drensteinfurt sind geschmückt. Jetzt weiß auch jeder, dass wieder Bürgerschützenzeit in Stewwert ist“, erklärte Pfarrer Jörg Schlummer während des Gottesdienstes, den der Kirchenchor St. Lambertus musikalisch mitgestaltete. Danach folgten das Antreten am Festzelt und die Kranzniederlegung am Ehrenmal. Zurück im Schlosspark, bewies Michael Wiedau beim zwölften Bierkönigschießen seine Treffsicherheit und jagte die Überreste des Fasses um 22.23 Uhr mit dem 279. Schuss aus dem Kugelfang. Im Anschluss sorgte „DJ Mirko“ für Stimmung im Festzelt.

Am Samstag erfolgte das Antreten der Schützen aufgrund der Baumaßnahmen auf dem Marktplatz in der Wagenfeldstraße. Statt strahlendem Sonnenschein ergoss sich allerdings erst ein starker Regenschauer über die „weit mehr als 200“ angetretenen Mitglieder des Vereins. Der hervorragenden Stimmung tat dies aber keinen Abbruch.

Gefördert wurde die gute Laune zudem noch durch sportliche Übungen einiger Schützen, die es mit der Kleiderordnung nicht so genau genommen hatten. Auch Schriftführer Volker Neve bekam aufgrund von unangebrachten Kommentaren von Spieß Herbert Reher sein Fett weg. Die Strafe: Mit Hilfe einer Leiter eine Fahne auf der Wagenfeldstraße hissen. Als Belohnung bekam das Vorstandsmitglied dann sein „heiß geliebtes“ Radler mittels einer speziellen Holzkonstruktion serviert. Verabschiedet und ausgezeichnet wurden die Mitglieder der Sanitäts- und Kanonengruppe, Udo Heisterkamp, Detlef Hänel, Joachim Heinrichs, Ralf Bünnigmann und Ulrich Möllers. Noch im strömenden Regen ging es mit dem Abholen der Fahnen und Chargierten an der Alten Post weiter. Dort angekommen, wurden Fabian Hoffschuld zum Leutnant und Mike Petersen zum Oberleutnant befördert. Danach klarte der Himmel auf, und passend zum Abholen von Frank und Martina Tendahl, dem scheidenden Königspaar, zeigte sich auch das Wetter von seiner besten Seite. Im Schlosspark kam schließlich auch der Nachwuchs auf seine Kosten. Die Mitglieder des Vereins „Sonnenstrahl“ hatten sich einen Parcours mit Topfschlagen, Sackhüpfen, Eier laufen und vielen weiteren bunten Spielen ausgedacht. Zudem bot das Team des „Café Malta“ Kaffee und Kuchen an.

Am Abend begleiteten die Schützen ihr neues Regentenpaar zum „Haus Steinfurt“, wo der große Zapfenstreich stattfand. Zu den Klängen er Band „Splash“ feierten die Stewwerter danach ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden.